Lebenslauf

Geboren bin ich am 18. Juni 1967 in Braunschweig, und dort bin ich bis zum 14. Lebensjahr auch aufgewachsen. Braunschweig, das war für mich konkret der Schwarze Berg. Da dieser Stadtteil zwischen der Okeraue, Veltenhof und dem Ölper See gelegen ist, fühle ich mich gar nicht so sehr als Kind einer Großstadt, sondern vielmehr als Kind, das sehr naturverbunden aufgewachsen ist - beim Herumstromern in den Wiesen, am Fluss und auf den Feldern. Der Schwarze Berg bot als neue und wahrlich große Wohnsiedlung natürlich auch viele Kinder, so dass es an Spielkameraden - und an zu bestehenden Abenteuern - selten mangelte.

Meine Schulzeit habe ich gleichfalls in Braunschweig absolviert, wobei ich mit meiner Familie 1982 nach einigen Jahren Bauzeit ein neues Zuhause in Evessen bezog.

Den Weg zur Schule in Braunschweig bis zum 1986 bestandenen Abitur habe ich trotz der Entfernung weiterhin meist mit dem Fahrrad bewältigt.

Daraus war dann eine große Liebe zum sportlichen Radfahren entstanden. Ich fuhr viele tausend Kilometer im Land umher, besonders gern aber immer wieder um den Elm herum und durch ihn  hindurch.

Nach der Schule begann ich - gemäß meinen Neigungen - ein Chemiestudium in Braunschweig. Dieses machte mir viel Freude, doch musste ich es aufgrund eines erheblichen Geldmangels nach dem Vordiplom wieder abbrechen.

Da ich aber schon damals mit Vorliebe komplexen Fragestellungen nachging und versuchte, auf diese mit Logik und System Antworten zu finden, da ich es liebte neu und quer zu denken und über den Tellerrand  hinaus zu schauen und da ich mich schon damals gerne in Sachverhalte hineinkniete und vertiefte, hatte ich mich dann für eine juristische Ausbildung in der öffentlichen Verwaltung entschieden.

Im August 1989 begann ich bei der Stadt Braunschweig meine duale Ausbildung, die neben zahlreichen praktischen Abschnitten vor allem ein Fachhochschulstudium in Rechts- und Wirtschaftsfächern beinhaltete.
Die Ausbildung fiel mir leicht und machte Spaß. Im Juli 1992 bekam ich - mit guter Note - mein Fachhochschuldiplom verliehen.

Aus dieser Erfahrung ergaben sich für mich zwei Wege: Zum einen hatte ich aus der Freude in der Ausbildung Interesse am Lehrbetrieb gefunden. Und das Niedersächsische Studieninstitut wiederum war interessiert daran, dass ich als Dozent Lehrveranstaltungen durchführte, wo ich wenige Monate zuvor selber noch Student war. Diese Herausforderung nahm ich gerne an.

1992 trat ich aber vor allem bei der Stadt Braunschweig meinen ersten Dienstposten an, der seinerzeit im Umweltamt lag. Meine besonderen Kenntnisse in der Chemie kamen mir hierbei entgegen, denn ich sollte die freiwillige kommunale Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) mit Leben füllen. 1993 bzw. 1996 war diese Aufgabe mit ordentlichem Erfolg bewältigt. Fortan kaufte die Stadt Braunschweig Bürobedarf sowie Putz-, Wasch- und Reinigungsmittel umweltfreundlich ein und die Konzeption wurde zudem von den großen Städten Niedersachsens übernommen.

Seit Sommer 1993 arbeitete ich bei der Stadt Braunschweig eine Weile zweigleisig. Denn ich war schon meinem zweiten Dienstposten im Stadtplanungsamt zugewiesen und bearbeitete das UVP-Projekt mit einem Teil meiner Arbeitszeit weiter. Im Nachhinein bin ich sehr glücklich und dankbar, dass ich in diesem etwas ungewöhnlichen Setting arbeiten durfte. Es hat mich ungemein bereichert!

Im Stadtplanungsamt war meine Arbeit von den städtebaulichen Sanierungsgebieten in Braunschweig, wie z.B. das Magni-, das Ägidien- und das Bahnhofsviertel geprägt. Im Jahr 2001 kam das Westliche Ringgebiet hinzu. Hier waren bei dem Vorhaben, diese Quartiere zu modernisieren und für die angestammte Bevölkerung erschwinglich zu bewahren, schwierige Herausforderungen zu bewältigen. Es lagen sehr unterschiedliche Siedlungs- und Nutzungsarten vor. Von Arbeiter- bis hin zu bürgerlichen Quartieren, Gewerbegebiete, brachgefallene Industrieflächen und innerstädtische Kleingärten. Dementsprechend gab es neben den siedlungspolitischen, wirtschaftlichen und baurechtlichen auch zahlreiche soziale Fragestellungen. Denn es handelte sich um kulturell wie von der Bevölkerungsherkunft bunt gemixte Stadtquartiere.

Diese sehr anspruchsvolle Arbeit habe ich sehr gerne und erfolgreich wahrgenommen.

Trotzdem habe ich Ende 2013 die Stadt Braunschweig nach rd. 25 Jahren verlassen - auf der Suche nach neuen Aufgaben und Herausforderungen. Mich lockte ein Mehr an Verantwortung. Und ich mochte damit beginnen, Mitarbeiter so zu führen, wie ich mir es stets auch gewünscht hatte: Motivierend, zutrauend, klar und kooperativ.

2014 begann ich bei der Samtgemeinde Sickte, und zwar zunächst mit der Leitung des Hauptamtes, des Ordnungs- und des Bauamtes, zudem auch mit der allgemeinen Vertretung der Samtgemeindebürgermeisterin. Seither habe ich unmittelbare Verantwortung für alle wesentlichen Projekte und Arbeiten einer Kommunalverwaltung, und das macht mir viel Freude. Ich bin gerne kreativ und mutig, beschreite, wenn es darauf ankommt, aber auch pragmatische Wege. Aber ich weiß auch das Gesetz zu nutzen und es präzise anzuwenden.

Ich arbeite mit Phantasie und vor allem Freude! Genauso wichtig ist es mir aber, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die besten Grundlagen für gute Arbeit zu schaffen und zu erhalten. Klare Vorgaben, wo es Not tut, kooperative Führung, wo immer möglich. Fortbildungs- und Qualifizierungsangebote helfen, die Arbeit sicherer und leichter zu erledigen. Eine gute Arbeitsorganisation, klare Zuständigkeiten und natürlich ein gutes Betriebsklima - klingt selbstverständlich, ist es aber nicht immer. Dafür setze ich mich ein!

Ich bin zudem überzeugt davon, dass eine kleinteilige Kommunalverwaltung wie in einer Samtgemeinde ihre Arbeitsabläufe und ihre Organisation regelmäßig auf den Prüfstein stellen sollte. Aus  der Samtgemeinde Sickte bringe ich das Wissen mit, wie eine effiziente Organisationsuntersuchung aussieht, die das Rathaus wirklich nach vorne bringt.

Ein Wort noch zur Politik und zum Ehrenamt, denn beides ist mir - im Dienst der Menschen - wichtig. Seit 2006 bin ich selber in einer politischen Partei aktiv. Nicht als Parteisoldat, aber ich finde in der SPD den Wertekanon wieder, für den ich einstehe. Solidarität, Chancengleichheit, soziale Gerechtigkeit, Teilhabe für jeden. Seit 2008 bin ich im Rat der Gemeinde Winnigstedt tätig, seit 2016 auch als ehrenamtlicher Bürgermeister. Von 2011 bis 2015, bis zur gemeinsam errungenen Bildung der Samtgemeinde Elm-Asse, sowie seit 2018 bin ich Mitglied des Samtgemeinderates. Ich möchte auf diese Weise mein Engagement sinnvoll einbringen - und dazu gehört auch mein berufliches Wissen aus mittlerweile 30 Jahren Kommunalverwaltung, 26 Jahren Lehrtätigkeit im öffentlichen Dienst, rund 30 Jahren Mitgliedschaft in Katastrophenschutz bzw. Feuerwehr sowie Lebenserfahrung als Mensch vom Dorf und als Familienvater.

Ende dieses Jahres wird in der Samtgemeinde Elm-Asse die Position des Bürgermeisters vakant. Dieses Amt möchte ich gerne wahrnehmen. Die dafür erforderliche Berufs- und Lebenserfahrung bringe ich nach meiner Überzeugung mit. Und ich bin hoch motiviert, mich damit für meine Heimat einzusetzen.

ZUR PERSON
Geboren 18.6.1967
Abitur 1986

Beruf
1986-88
Studium der Chemie

1986-1994
Zivildienst
(Katastrophenschutz)

1989-1992
Studium mit Abschluss 1992
Dipl.-Verwaltungswirt (FH)

1992-2013
Stadt Braunschweig

1993 bis heute
Lehrauftrag für Verwaltungsausbildung NSI Braunschweig

2014 bis heute
Samtgemeinde Sickte
Fachbereichsleiter Bau- und Ordnungswesen
allg. Stellvertreter der Samtgemeindebürgermeisterin

Politik
2006
Eintritt in die SPD

seit 2008
Gemeinderat Winnigstedt

2011 bis zur Fusion
Samtgemeinderat Schöppenstedt

2010 bis heute
Vorsitzender des Ortsvereins Großes Bruch

2016 bis heute
Bürgermeister Winnigstedt

seit 2018
Samtgemeinderat Elm-Asse
Stellv. Fraktionsvorsitzender der SPD

Engagement
seit 1986
aktives Mitglied der Feuerwehr

Mitglied in vielen gemeinnützigen Vereinen